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backstage.AUSBILDUNG fördert Jugendliche bei der Berufsorientierung

Die Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf ist für Schüler oft mit vielen Fragezeichen verbunden: Welcher Job ist der Richtige? Welche Anforderungen werden gestellt? Wie läuft eine Ausbildung ab?

Antworten haben zwölf Schüler ab Jahrgangsstufe 9 in den vergangenen vier Monaten neben dem Schulunterricht in dem Mentoren-Programm „backstage.AUSBILDUNG“ direkt von erfahrenen Auszubildenden erhalten. Organisiert wurde das Programm vom Verein Natur und Technik und der Kommunalen Koordinierungsstelle für den Übergang Schule und Beruf des Kreises Höxter.

Backstage Ausbildung
Schüler und Azubis des Programms mit den Projektkoordinatorinnen Caroline Rieger (Natur und Technik e.V., 1. v. r.) und Nina Eichhorn (Kreis Höxter, 3. v. l.) sowie den Unternehmensvertretern Dirk Siekendiek, Carmen Tetzlaff, Josef Ahrens und Torsten Seel. Foto: Verein Natur und Technik

Die Schüler konnten mit der Bewerbung angeben, für welche der angebotenen Ausbildungsberufe sie sich besonders interessieren. „Wir haben die Schüler dann jeweils einem Auszubildenden zugeordnet, der sie in dem Programm in einer Tandem-Beziehung begleitet hat“, berichten Caroline Rieger und Nina Eichhorn, die das Projekt organisiert, koordiniert und durchgeführt haben. „Die Schüler haben sich in den letzten Wochen nachmittags, ganztägig oder über mehrere Tage mit ‚ihrem‘ Azubi im Betrieb getroffen, dort praktisch mitgearbeitet und zahlreiche Informationen zum Beruf ‚ihres‘ Auszubildenden erhalten.“
In der aktuellen Programmrunde konnten die Berufe Anlagenmechaniker, Bankkaufmann, Elektroniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Metallbauer, Steuerfachangestellter, Technischer Produktdesigner sowie Wirtschaftsingenieur näher kennengelernt werden.

„Meine Mentorin hat mir gezeigt, wie man am PC in einem CAD-Programm eine technische Zeichnung schrittweise anfertigt“, berichtet Philip, der die 9. Klasse der Realschule Steinheim besucht. „Am Ende hatte ich eine fertige Zeichnung für einen Schraubstock.“ Eileen Osterloh, seine Mentorin, ist Auszubildende zur technischen Produktdesignerin im ersten Lehrjahr bei der Firma Arntz Optibelt in Höxter. Sie berichtet: „Philip hat in dem Programm zufällig eine Funktion gefunden, die ich noch gar kannte. Diese hilft mir auch nun auch bei meinem täglichen Arbeiten am PC.“

Paul, der die 9. Klasse der Sekundarschule Höxter besucht und während des Programms den Beruf des Industriemechanikers bei der Firma Reitz in Albaxen kennen gelernt hat, nimmt für sich aus dem Programm die Erkenntnis mit „Ich will mich dort bewerben und eine Ausbildung machen“.

Petra Spier, Vorsitzende von Natur und Technik ist begeistert von dem Interesse und dem Engagement der Jugendlichen und der Auszubildenden und fasst zusammen: „Die Jugendlichen werden durch das Programm gut auf eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz vorbereitet. Hierzu tragen auch gemeinsame Aktionen der Schüler, wie etwa dem Besuch einer Berufsschule oder ein Bewerbungstraining, bei.“

Ihren Dank richtet sie auch die beteiligten Unternehmen Ahrens Haustechnik, Gebr. Becker, Gronemeyer, Optibelt, Potthast & Sagel, Reitz, Steuerberatungsgesellschaft Siekendieck Ploghaus Brechmann Arning, Spier Fahrzeugwerk und Vereinigte Volksbank, die die Auszubildenden für ihre Tätigkeit als Mentor freigestellt haben.

Josef Ahrens, Ausbildungsleiter von Ahrens Haustechnik in Ottbergen, resümiert: „Ich finde das Programm toll!“ Er appelliert an künftige Schülergenerationen, von dieser Form der Berufsorientierung Gebrauch zu machen. „Ich würde auch mehr als einem Schüler die Möglichkeit geben, bei uns den Beruf des Anlagenmechanikers kennenzulernen“.

„Durch das Programm habt ihr einen ‚Fuß in der Tür‘ der kennengelernten Unternehmen“, richtet sich Spier bei der abschließenden Zertifikatsübergabe an die Jugendlichen, „nutzt diese für weitere Praktika oder eine Bewerbung“.

Dominic Gehle, Leiter der Abteilung Bildung und Integration im Kreis Höxter weist die anwesenden Eltern auf ihre besondere Rolle bei der Berufsorientierung hin: „Ermuntern Sie ihre Kinder, sich auch nach Programmende noch einmal in den Betrieben zu melden und begleiten Sie sie bei ihrem weiteren Weg der Berufsorientierung.“ Er ist überzeugt, dass das Programm backstage.AUSBILDUNG die Aktivitäten zur Berufsorientierung im Kreis Höxter bestens ergänzt.

Weitere Informationen zur Programm, das auch im kommenden Jahr wieder durchgeführt werden wird, sind zu finden auf www.natur-und-technik.org/backstage.